Guten Morgen, heute ist Freitag, der 5. Juni 2026. Hier sind die wichtigsten Nachrichten zum Start in den Tag.
05.06.2026 um 06:14
von
Barbara Steinbrenner
Auf 60.000 Quadratmetern im neunten Bezirk soll Österreichs größter Bildungscampus entstehen. Doch zuvor steht ein Mammutprojekt auf dem Plan: die größte Schadstoffentsorgung Österreichs. 50 Personen arbeiten bereits daran.
Trotz der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe geht der Konflikt zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel weiter. Bei einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden des Libanons stationierten Truppen wurde ein israelischer Soldat getötet, teilte die Armee am Donnerstagabend mit. Die Hisbollah hatte kurz zuvor die in der Nacht auf Donnerstag in Washington zwischen dem Libanon und Israel vereinbarten Bedingungen für eine Waffenruhe abgelehnt.
Zu den wenigen durchgesickerten Punkten aus der geplanten Gesundheitsreform, die in den kommenden Monaten präsentiert werden soll, gehört eine Überweisungspflicht für niedergelassene Fachärzte. Patienten sollen also beispielsweise Orthopäden, Urologen, Haut-, HNO- und Lungenfachärzte nur noch mit Überweisung eines Hausarztes aufsuchen dürfen.
Das US-Repräsentantenhaus hat am Donnerstag ein umfangreiches Paket zu Ukraine-Hilfen sowie Sanktionen gegen Russland gebilligt und sich klar zum NATO-Bündnis bekannt. Die Parlamentskammer stimmte mit Hilfe von fast 20 Stimmen der Republikaner für das Gesetz. Es gab 226 Ja- und 195 Nein-Stimmen. Damit steigt der Druck auf Präsident Donald Trump, der sich zuletzt kritisch über die NATO geäußert und im Ukraine-Krieg nicht klar auf die Seite Kiews gestellt hatte.
Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russlands Staatschef Wladimir Putin am Donnerstag in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche in einem Drittstaat angeboten. Als Antwort erneuerte der Kreml nur sein – von Selenskyj schon mehrfach abgelehntes – Angebot für Verhandlungen in Moskau und die Forderung nach einer vollständigen Kontrolle der ukrainischen Donbass-Region als Voraussetzung für einen Frieden.
Heute, 202 Jahre nach der Firmengründung, steht Semperit im Mehrheitseigentum der heimischen Industrieholding B&C, die ihre Anteile an dem Gummi- und Kautschukkonzern nun noch weiter ausbauen will. Seit Mitte April schon läuft deshalb ein Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Anteile an der Semperit, das am 12. Juni endet. Was das für Aktionäre bedeutet.
Vier Österreicher sind am Donnerstag beim Absturz eines in Osttirol gestarteten Kleinflugzeuges über der kroatischen Halbinsel Istrien ums Leben gekommen. Das Unglück passierte um 11.20 Uhr nahe dem Sportflugplatz Medulin, meldete die kroatische Nachrichtenagentur HINA unter Berufung auf die Polizei. Das Kleinflugzeug vom Typ Beechcraft Bonanza sei aus bisher ungeklärten Gründen ins Trudeln geraten, hieß es weiter.
Die Österreicherinnen und Österreicher sehen die USA derzeit als größte Bedrohung für die Weltfrieden. Dies zeigt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Magazins „Der Pragmaticus“. 37 Prozent der Befragten nennen bei einer entsprechenden Frage die USA, während 33 Prozent Russland anführen. In einer ähnlichen Umfrage vor zwei Jahren hatten noch 60 Prozent Russland genannt und nur 15 Prozent die USA.
Die USA hat am Donnerstag Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel, dessen Familienmitglieder und verschiedene Behörden verhängt. Ab Samstag kann in Kuba nicht mehr mit Mastercard oder Visa bezahlt werden. Damit erhöhte die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Druck auf die sozialistische Regierung Kubas weiter. Trump hatte zuletzt eine mögliche „Übernahme“ des wirtschaftlich angeschlagenen Karibikstaats ins Spiel gebracht. Mit neuen Sanktionen und einer Ölblockade will er einen wirtschaftlichen und politischen Wandel erzwingen.
Der Fall einer seit sechs Tagen vermissten Elfjährigen sorgt in Frankreich für Entsetzen und Empörung. Nach intensiver Suche unter Beteiligung zahlreicher Freiwilliger wurde nun auf dem Gelände eines Bauernhofs im südwestfranzösischen Département Gers eine Kinderleiche gefunden, bei der es sich vermutlich um das verschwundene Mädchen handelt. Durch eine Autopsie soll laut Staatsanwaltschaft die Identität formell festgestellt werden. Auch die Todesursache werde noch geprüft.
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert strömten Massen auf Jahrmärkte und in Varietés, um Menschen in Käfigen beim Nicht-Essen zuzusehen.