Insidern zufolge plant Saudi-Arabien eine Offensive gegen die Houthi-Miliz im Jemen. Der Einsatz soll in den kommenden Wochen beginnen und von jemenitischen Bodentruppen ausgeführt werden.
02.10.2026 um 19:56
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Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine neue Militäroffensive gegen die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen. Ziel sei es, die strategisch wichtige Schifffahrtsroute im Roten Meer zu sichern, sagten regionale und westliche Offizielle der Nachrichtenagentur Reuters. Der Einsatz solle in den kommenden Wochen beginnen und von jemenitischen Bodentruppen ausgeführt werden, die von Riad beaufsichtigt und durch saudi-arabische Luftangriffe unterstützt würden.
Sechs Personen mit Kenntnis der Vorbereitungen bestätigten die Pläne. Stellungnahmen der saudi-arabischen und jemenitischen Regierung sowie der Houthi-Miliz lagen zunächst nicht vor. Ein Hauptziel der Offensive sei es, die jüngsten Gebietsgewinne der Houthi-Miliz rückgängig zu machen. Diese hatte im September die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Die Meerenge ist die südliche Zufahrt zum Roten Meer und damit eine entscheidende Route, die das Mittelmeer über den Suezkanal mit Asien verbindet.
Saudi-Arabien war 2015 an der Spitze einer arabischen Koalition in den Bürgerkrieg im Jemen eingetreten. Ein 2022 vereinbarter Waffenstillstand hielt weitgehend, bis die Houthis in diesem Jahr als Reaktion auf den Krieg mit dem Iran begannen, saudi-arabische Schiffe und Ölanlagen anzugreifen.
Die USA unterstützen Riad bereits mit Informationen der Geheimdienste, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen werde jedoch nicht erwartet, hieß es aus den Kreisen. Auch die Türkei und Pakistan leisten einem Verteidigungsabkommen zufolge militärische Unterstützung in Form von Ausrüstung und Beratern.
Der Erfolg der Offensive hänge jedoch von der Leistungsfähigkeit der als zersplittert geltenden jemenitischen Bodentruppen ab. Den Insidern zufolge erwägt Saudi-Arabien zwei Optionen: einen gezielten Angriff auf das Gebiet um Bab al-Mandab oder eine breitere Offensive an mehreren Fronten im Jemen. (APA/Reuters)