Sprechblase Nr. 642. Warum aktuell Catfishing angesagt ist.
15.05.2026 um 05:55
Wie der Katzenwels genau dazu kam, Pate für genau dieses Phänomen zu werden, ist nicht ganz klar. Die nicht sonderlich glaubwürdige Legende geht so: Angeblich wurden Katzenwelse (auf Englisch: Catfish) in jene Becken eingesetzt, mit denen Dorsche von Amerika nach Asien verschifft wurden.
Wie auch immer. Etabliert hat sich jedenfalls die Rede vom – Achtung, Sprechblase – Catfishing. Wahlweise vom Career Catfishing und vom Corporate Catfishing.
Bei Ersterem bekommen es Arbeitgeber mit geschönten Lebensläufen und übertriebenen Portfolios zu tun. Bei Zweiterem tappen Kandidaten angesichts von falschen Angaben zu Überstunden und Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in die Falle. Lügen und das Vortäuschen falscher Tatsachen sorgen in beiden Fällen dafür, dass es keinesfalls etwas werden kann mit einem wertschöpfenden gemeinsamen Tun.
Unter dem Strich bleibt auf gut Wienerisch nur die Feststellung: „Ois fia die Fisch“. Das Gegenüber hat geschwitzt, gekämpft, gehofft. Um am Ende festzustellen: alles umsonst.
„Sprechblase“. Clemens Fabry
In der „Sprechblase“ spürt