Statt im Dezember 2027 und 2028 sollen die Auszahlungen nun schon 2026 und 2027 erfolgen. Der Zuschuss wird voraussichtlich bei rund 16 Cent je Liter liegen.
Archivbild: Ein österreichischer Landwirt im Einsatz mit seinem Traktor. Imago
17.05.2026 um 09:03
Die Regierung zieht die Agrardiesel-Vergütung vor. Die Auszahlungen sollen nicht wie in den laufenden Budgetverhandlungen zunächst vereinbart im Dezember 2027 und 2028, sondern bereits jeweils ein Jahr zuvor erfolgen, teilte das Landwirtschaftministerium in einer Aussendung am Sonntag mit. Der Zuschuss werde voraussichtlich rund 16 Cent je Liter betragen. Weitere Details zum künftigen Modell und den Auszahlungsmodalitäten werden noch verhandelt, hieß es weiter.
Diesel ist in der heimischen Landwirtschaft nach wie vor der wichtigste Treibstoff. Ein großer Teil der eingesetzten Maschinen kann nur mit Diesel betrieben werden. Die Agrardiesel-Vergütung stellt daher eine wichtige Förderungsmaßnahme für österreichische Landwirte dar.
Der Iran-Krieg und die damit verbundenen Anstiege von Diesel- und Düngemittelpreisen würden die österreichischen Landwirte massiv unter Druck setzen. „Mit dem Vorziehen der Auszahlung um ein Jahr wirken wir den aktuell hohen Preisen entgegen und stärken die Liquidität unserer Betriebe“, wurden Agrarminister Norbert Totschnig und Bundeskanzler Christian Stocker (beide ÖVP) zitiert. Im Doppelbudget sind dafür 100 Millionen Euro vorgesehen. (APA/Red.)