
Batterien stecken heute in den meisten Geräten und im Zuge der Energiewende werden ihre Einsatzgebiete stetig erweitert. Wie die Energiezellen effizient recycelt werden können, wird an der Montanuniversität Leoben erforscht.
Die Energiewende und vor allem die E-Mobilität sind auf leistungsstarke Batterien angewiesen, denn sie stecken nicht nur in Elektrofahrzeugen, sondern in den meisten Geräten – vom Laptop und Handy bis zur Fernbedienung. Deshalb spielt das Recycling von Energiezellen eine immer größere Rolle, denn in Batterien befinden sich wertvolle und zum Teil seltene Rohstoffe, die recycelt wieder der Wertschöpfungskette zugeführt werden können.
An der Montanuniversität Leoben sind 30 bis 40 Forschende unter anderem im Christian Doppler-Labor tätig, wobei der Fokus auf den Bereichen Sicherheit, Transport, Materialentwicklung, Batteriechemie, Materialanalytik, Recycling und Energietechnologien liegt. „Diese Rohstoffe brauchen wir dringend für die Energiewende“, betont Reinhard Lerchbammer, PostDoc im Christian Doppler-Labor der Montanuniversität Leoben, „Dabei handelt es sich etwa um Lithium, Nickel, Kobalt oder Graphit. Indem wir diese Materialien aus alten Batterien zurückgewinnen, reduzieren wir geopolitische Abhängigkeiten und machen uns weniger verwundbar gegenüber volatilen Märkten und Lieferkettenrisiken.“
Bevor Batterien der Wiederverwertung zugeführt werden, erhalten vor allem Akkus aus E-Autos ein „Second Life“: Sie verfügen noch über etwa 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität und können in stationären Energiespeichern für Solar‑ und Windstrom oder als kostengünstige Pufferspeicher für Industrie und Infrastruktur bis zu 15 weitere Jahre genutzt werden.
Wie Methoden zum Batterie-Recycling, die an der Montanuniversiät entwickelt werden, aussehen und welche europäische Dimension die Verwertung von alten Akkus hat, erörterte Michael Köttritsch, „Die Presse“, mit Eva Gerold, Leiterin des Christian Doppler Labors für Fortschrittliches Recycling von Batterien und Assistenzprofessorin am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie, und Reinhard Lerchbammer.
Information
Mehr zur Forschung an der Montanuniversität Leoben unter unileoben.ac.at