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„SPÖ-Appell für längeren Wehrdienst“, v. Daniel Bischof, 25.6.
Es ist ein spätes, aber umso lauteres Signal der sicherheitspolitischen Vernunft, dass nun namhafte Sozialdemokraten und Militärs wie Ex-Generalstabschef Edmund Entacher die Reißleine ziehen. Ihr internes Positionspapier legt den Finger in die Wunde: Der von der SPÖ-Spitze vorgeschlagene „6+2“-Kompromiss ist militärfachlich schlicht untauglich. Als ehemaliger Kommandounteroffizier der Streitkräfte und früherer Präsident der ÖUOG kann ich den Unterzeichnern nur beipflichten: Man darf junge Menschen im Ernstfall nicht unzureichend vorbereitet mit komplexen Lagen konfrontieren. Sechs Monate reichen dafür nicht.
Das Modell „8+2“ ist keine Frage von Parteifarben, sondern die einzig ehrliche Antwort auf den verfassungsrechtlichen Schutzauftrag unserer Republik. Dass nun auch innerhalb der SPÖ die Erkenntnis reift, dass wir im Ernstfall ein solides Fundament statt populistischer Pflaster brauchen, lässt hoffen. Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und einer einsichtigen SPÖ wäre im Nationalrat sogar die verfassungsrechtliche Zweidrittelmehrheit für das Gesamtpaket – inklusive der dringend notwendigen Verlängerung des Zivildienstes auf zwölf Monate – gesichert.
Die Ausreden sind der Politik damit endgültig ausgegangen. Die Bundesregierung und die Oppositionsparteien müssen diesen unwürdigen Basarhandel beenden. Das Expertenpapier liegt seit Monaten auf dem Tisch.
Herrschaften, springt über euren schattenpolitischen Graben: Beschließt das Modell 8+2 – für die Sicherheit unserer Heimat und den Schutz unserer Soldaten!
Othmar Wohlkönig, Vzlt i. R., 8051 Graz
„Belakowitsch soll im Corona-Ausschuss FPÖ anführen“, 22.6.
Beim Pilnacek-Untersuchungsausschuss ist bis jetzt außer Spesen nichts gewesen. Nun möchte die FPÖ einen Untersuchungsausschuss zur Coronazeit beantragen. Darauf freue ich mich schon. Im Gegensatz zum Geschehen Pilnacek haben wir zur Coronazeit viele Daten und Fakten. Hoffentlich kommen auch die zu Wort, die heute noch an den Spätfolgen der Infektionen leiden.
Rudolf Danninger, 4293 Gutau
„Iran … größte Gefahr für Nahen Osten“, v. Susanna Bastaroli, 23.6.
Schön, dass der Iran als große Gefahr dargestellt wird. Immerhin. Aber schon bei der angeblichen militärisch/logistischen Unterstützung der EU wird die eher euphorische Linie von Luigi Di Maio (Ex-Außenminister v. Italien, Anm.) unkritisch übernommen, als ob die EU mangels militärischer Potenz in der Region etwas mitzureden hätte.
Der Gipfel der Teilberichterstattung der „Presse“ und westlicher Medien insgesamt wird erreicht, wenn sie sich gründlich darüber ausschweigen, dass der Iran ohne das dahinter stehende China und in Teilaspekten Russland gar nicht den USA und Israel standhalten könnte.
Die Medien sollten viel ausführlicher über die diversen Unterstützungskonstruktionen finanzieller Art (eigenes Geldkreislaufsystem), Transportkapazitäten spezieller Art (Schattenflotten für Öltransport) und Technologietransfer spezifischer Art (Waffentechnik) berichten, damit klar wird, welche israelfeindliche und bevölkerungsfeindliche und somit EU-feindliche Politik von diesen beiden Sicherheitsratsmitgliedern ausgeht.
Ein bloßes Berichten über Halberfolge der USA, die naturgemäß auch der EU auf den Kopf fallen – so sie wirklich, wie Di Maio erklärt, am Golf Engagement zeigen will –, ist nicht ausreichend zufriedenstellend.
Dr. Dieter Weyrich, 1040 Wien
„Graz wählt vor immer leereren Auslagen“, v. Klaus Höfler, 26.6.
Ich finde es traurig, dass Sie schreiben: „In der Altstadt hat sich eine Tristesse festgefressen.“ Die Innenstadt von Graz pulsiert stärker denn je! Sowohl viele Grazer als auch Touristen flanieren durch die Innenstadt, dass man manchmal schon flüchten möchte, weil es einfach zu viele sind! Dazu wird das Treiben in der Innenstadt durch zahlreiche Musikanten und Aktionen belebt und lockt Menschenmassen aus nah und fern an!
Dr. Werner Katschnig, 8045 Graz
„Wie kam es zum Totalausfall der Bahn?“, v. Eduard Steiner, 25.6.
Der Artikel enthält im Absatz „Rückständige Systeme“ die Information, dass es ein neues, leistungsfähigeres und damit auch sichereres Kommunikationssystem namens FRMCS gibt, das aber erst schrittweise bis zum Jahr 2035 das bestehende GSM-R ablösen soll.
Aufgrund der bisherigen Geschehnisse wage ich die Bezeichnung FRMCS wie folgt zu interpretieren: Fehler-Redundantes-Multi-Crash-System. Seine Inbetriebnahme wird wahrscheinlich mit der Inbetriebnahme des Bahnhofs Stuttgart erfolgen, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bis 2031 nicht fertiggestellt sein wird.
Helmut Kornher, 1150 Wien
„Wir brauchen wieder mehr Zuversicht“, Leitartikel v. Norbert Rief, 26.6.
Vielen Dank, dass Sie die geballte journalistische Mieselsucht (auch in der „Presse“!) durchbrechen! Vor allem nach Beiträgen von Wirtschaftsjournalisten, die z. B. Argentinien (!) als großes Vorbild darstellen, überfällt uns Leser eine tiefe Depression. Wir leben in einem relativ reichen und absolut schönen Land. Genießen wir es!
Dr. Wolfgang Reisinger, 1140 Wien
„Werden Sie Einstein widerlegen …?“, v. Karl Gaulhofer, 25.6.
Danke für den interessanten und informativen Beitrag über Markus Aspelmeyer. Diese Art von Information ist einer der Gründe, warum ich mir die „Presse“ kaufe.
Zum Thema selbst möchte ich auf den italienischen Physiker und Entwickler des ersten Microprozessors (Intel 4004), Federico Faggin, aufmerksam machen, der sich in sowohl aus der Perspektive von Quanteninformatik und -physik als auch aus philosophischer Sicht mit dem Thema menschliches Bewusstsein und freier Wille auseinandersetzt („Oltre l’Invisibile“, „L’Irreducibile“, auch in dt. ÜS).
Herbert Geissler, 1190 Wien
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