Der WAC verbucht den ersten Sieg in diesem Kalenderjahr. im Abstiegskampf liegen Blau-Weiß Linz und GAK drei Runden vor Schluss nur einen Punkt vor den Kärntnern.
Der WAC hat im Abstiegsgipfel gegen den GAK einen überlebenswichtigen Sieg eingefahren. Dank eines späten Kopfballtreffers des eingewechselten Markus Pink (84.) durften die Kärntner am Samstag einen 1:0-Heimerfolg bejubeln – den ersten unter Neo-Coach Thomas Silberberger. Damit verkürzte der weiterhin letztplatzierte WAC den Rückstand auf Blau-Weiß Linz und den GAK auf einen Zähler.
Für die Kärntner war es zudem der erste Dreier seit Anfang Dezember. Mit diesem riss der WAC auch den GAK, der seit vier Spielen auf einen Sieg wartet, wieder mitten in den Abstiegskampf. Drei Runden sind in der Bundesliga noch zu spielen.
Am 60. Geburtstag von Präsident Dietmar Riegler hätte „sein“ WAC bereits in der zweiten Minute beinahe ein Geschenk erhalten. GAK-Keeper Franz Stolz klärte bei einem Ausflug den Ball in die Füße von Rene Renner, der den im Vergleich zum 0:3 bei Blau-Weiß Linz ebenfalls neu in die Startelf rotierten Jessic Ngankam bediente. Dessen Kopfball wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Auf der Gegenseite köpfte Alexander Hofleitner nach einer Ecke über das Tor (5.).
Auf den munteren Beginn folgte ein klassisches Abstiegsduell: viele Zweikämpfe, kaum Risiko und wenig Chancen. Die seltenen Offensivaktionen wurden auf beiden Seiten nicht konsequent zu Ende gespielt. Vor dem Pausenpfiff scheiterte der auffälligste GAK-Akteur Leon Klassen mit einem Weitschuss am aktuell wohl besten Wolfsberger Nikolas Polster (39.), ehe es torlos in die Kabinen ging.
Auch der Beginn der zweiten Hälfte gestaltete sich zerfahren und ohne Höhepunkte. Nach einer Stunde reagierte Silberberger mit einem Dreifachwechsel und sollte damit ein goldenes Händchen beweisen. Die zunächst auf die Bank verdammten Dejan Zukic, David Atanga und Markus Pink kamen in die Partie. Wenige Minuten später zwang Atanga GAK-Keeper Stolz nach einem Freistoß zu einer starken Parade (67.).
Als der Abstiegsgipfel schon auf ein torloses Remis hinauslief, erlöste Pink die WAC-Fans. Der Mittelstürmer stieg nach einer Flanke von Fabian Wohlmuth am höchsten und köpfelte gegen die Laufrichtung von Stolz zum viel umjubelten Sieg ein.
Die WSG Tirol hat einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt geschafft. Die Tiroler besiegten am Samstag in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga Spitzenreiter SV Ried mit 1:0 (0:0) und gehen mit unverändert vier Punkten Vorsprung auf Schlusslicht WAC und Vorreihung bei Punktegleichheit in die letzten drei Runden. Ein Eigentor von Peter Kiedl bescherte der Heimelf den zweiten Sieg im unteren Play-off und Tabellenrang zwei, zwei Zähler hinter den Innviertlern.
Ried-Trainer Maximilian Senft setzte erstmals in der Startelf auf Evan Eghosa. Der im Winter vom FAC geholte 20-jährige Stürmer zog sich bei einem Zusammenstoß mit Torhüter Adam Stejskal aber bereits nach wenigen Minuten eine Rippenverletzung zu und musste vom Feld. Im Spiel tat sich in der ersten Halbzeit wenig.
Bis kurz vor der Pause wurde ein Mittelfeldkampf ohne Torchance geboten, in der 40. Minute fehlte aber nicht viel auf die Führung der Gastgeber. Ein Schuss von Nikolai Baden Frederiksen landete an der Latte. Drei Minuten später wurde ein Rieder Treffer wegen Torhüter-Behinderung aberkannt. Danach wurden noch zwei Kopfbälle der Tiroler im Anschluss an Ecken gefährlich, fanden aber nicht den Weg ins Tor.
In der Pause blieb der angeschlagene Lukas Hinterseer in der Kabine, auch ohne den Routinier blieb die Elf von Philipp Semlic die gefährlichere Mannschaft. Baden Frederiksen scheiterte bei einer Doppelchance zweimal an Ried-Goalie Andreas Leitner (48.), wenig später durften die Tiroler aber dank Rieder Unterstützung jubeln. Nach einem Freistoß von Matthäus Taferner sprang der Ball von Ried-Stürmer Peter Kiedl ins eigene Tor (55.).
Die Gastgeber verteidigten den knappen Vorsprung lange souverän, hatten in der Nachspielzeit aber auch Glück. Kingstone Mutandwa kam in der 92. Minute frei zum Schuss, jagte den Ball aber aus kurzer Distanz weit daneben. Die WSG feierte damit den ersten Saisonsieg gegen Ried. (APA)